Familienstreit im Silicon Valley: Nvidia und AMD im Wettlauf um die KI-Zukunft
In der Technologiewelt sind Familienrivalitäten alles andere als ungewöhnlich, doch wenn es um Nvidia-CEO Jensen Huang und AMD-CEO Lisa Su geht, nimmt diese Rivalität eine besondere Dimension an. Die beiden entfernten Cousins, die sich erst spät in ihren Karrieren kennengelernt haben, stehen an der Spitze zweier konkurrierender Unternehmen im Bereich der Chipindustrie.
Das Jahr 2024 hat Künstliche Intelligenz zum zentralen Thema in Technologie- und Investitionskreisen gemacht. Die rasante Weiterentwicklung der KI-Technologie hat dazu geführt, dass sie sich auf nahezu unendlich viele Anwendungen im Verbrauchermarkt ausweiten lässt. Vom Golfschlägerdesign bis hin zur Optimierung von Suchvorgängen bei Google – KI hat sich von einer theoretischen Idee zu einem vielseitigen Werkzeug gemausert. Dies hat ein lukratives Ökosystem für Dienstleistungen und Technologien geschaffen, die die kontinuierliche Entwicklung der KI unterstützen.
Hochleistungs-CPUs und GPUs stehen dabei im Zentrum dieses Ökosystems, denn für die Verarbeitung der enormen Datenmengen, die KI erfordert, sind diese fortschrittlichen Chips unerlässlich. Der Fortschritt in der KI-Entwicklung ist zum technologischen Wettlauf zwischen den führenden Chipherstellern der Welt geworden.
AMD und Nvidia sind entscheidende Spieler in diesem Wettlauf. Während AMD seit 1969 als traditionsreicher Anbieter von Prozessoren gilt und maßgeblich zur Reputation Nordkaliforniens als "Silicon Valley" beigetragen hat, erfährt Nvidia einen bemerkenswerten Aufstieg. Als Mitglied der S&P 500 "Magnificent Seven" liegt Nvidias Marktkapitalisierung laut öffentlichen Angaben bei beeindruckenden 3,4 Billionen US-Dollar. Der Bloomberg Billionaire Index schätzt Jensen Huangs Vermögen auf 122 Milliarden US-Dollar, das größtenteils in Nvidia-Aktienoptionen gebunden ist.

