Fachkräftemangel in Deutschland: Kurzfristige Entspannung, langfristige Herausforderungen
Die aktuelle Konjunkturschwäche in Deutschland hinterlässt Spuren auf dem Arbeitsmarkt und führt zu einer nachlassenden Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften. Laut der neuesten Konjunkturanalyse des renommierten Ifo-Instituts, das seinen Sitz in München hat, berichten derzeit 28,3 Prozent der Unternehmen von einem Mangel an gut ausgebildetem Personal.
Vor einem Monat lag dieser Wert noch bei 31,9 Prozent. Ifo-Ökonom Klaus Wohlrabe kommentiert diese Entwicklung mit einer gewissen Gelassenheit, stellt jedoch klar, dass die gegenwärtige Entspannung nicht von Dauer sein wird.
Wohlrabe betont, dass der demografische Wandel weiterhin eine bedeutende Herausforderung darstellt und der Fachkräftemangel langfristig wieder zunehmen dürfte. In bestimmten Branchen ist das Problem jedoch nach wie vor akut.
Insbesondere Dienstleister sind stark betroffen, hier berichten 35,1 Prozent der Unternehmen von Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden. Noch gravierender ist die Situation in der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung, wo rund 75 Prozent der Firmen unter einem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern leiden.
Auch im Beherbergungsgewerbe zeigt sich mit 42 Prozent ein deutlicher Bedarf an qualifiziertem Personal.

