Externe Schlichter sollen Tarifkonflikt bei der BVG lösen
Im zähen Tarifkonflikt zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der Gewerkschaft Verdi sollen nun externe Schlichter frischen Wind in die festgefahrenen Verhandlungen bringen. Derzeit sind die Augen auf die Gespräche gerichtet, die offiziell am morgigen Freitag beginnen und am 10. April abgeschlossen sein sollen. Beide Seiten haben sich darauf geeinigt, dass während dieser Zeit keine Streiks bei den BVG stattfinden werden.
Für die Berliner Verkehrsbetriebe tritt mit Matthias Platzeck ein erfahrener Vermittler auf den Plan; der ehemalige Ministerpräsident Brandenburgs vertritt die BVG. Aufseiten von Verdi übernimmt Bodo Ramelow, der frühere Regierungschef Thüringens, diese Rolle. Die Gewerkschaft hatte zuvor die Tarifverhandlungen für die rund 16.000 Beschäftigten für gescheitert erklärt und zum nächsten Warnstreik aufgerufen. Daraufhin schlug die BVG das Verfahren der Schlichtung vor, welches nun in verabredeten Bahnen verlaufen soll.
Trotz der begonnenen Schlichtung bleibt die Situation angespannt. Verdi hat bereits eine Urabstimmung unter ihren Mitgliedern hinsichtlich unbefristeter Streiks eingeleitet und rief erneut zum Arbeitskampf auf. Die Kernforderung der Gewerkschaft, eine monatliche Gehaltserhöhung um 750 Euro, stößt auf harten Widerstand der BVG, die diese Forderung als finanziell untragbar bezeichnet. Die Empfehlungen der Schlichter sind jedoch nicht verbindlich, sodass weiterhin Hoffnung auf eine einvernehmliche Lösung besteht.

