Exportstopp für Rüstungsgüter: Differenzierte Entscheidungen im Kontext der Loyalität
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat sich jüngst hinter die Entscheidung gestellt, bestimmte Rüstungsexporte nach Israel zu stoppen. In einem Gespräch mit der Funke Mediengruppe unterstrich Weimer, dass diese Maßnahme die loyale Grundhaltung Deutschlands gegenüber Israel nicht in Frage stelle. Kanzler Friedrich Merz (CDU) werde als einer der loyalsten Unterstützer Israels in Europa wahrgenommen und halte nach wie vor an diesem konsequenten Kurs fest. Bei der Entscheidung handele es sich lediglich um eine Detailfrage hinsichtlich der Rüstungsexporte, deren Legitimität Weimer betonte. Dies ändere nichts an der grundsätzlichen Positionierung der Bundesregierung. Innerhalb Israels gebe es selbst unterschiedliche Meinungen, sogar auf höchster Ebene wie im Generalstab und in den Geheimdiensten, zum Vorgehen des Landes in Gaza. Jüdischen Organisationen in Deutschland konnte Weimer versichern, dass die Regierung fest an ihrer Seite stehe. Auch Bundeskanzler Merz hatte in den ARD-'Tagesthemen' erklärt, dass die grundlegenden Prinzipien der deutschen Israel-Politik unverändert blieben. Deutschland sei bereit, Israel weiterhin in seiner Verteidigungsfähigkeit zu unterstützen, jedoch könne man keine Waffen in einem Konfliktgebiet liefern, das das Potenzial für großen zivilen Verlust mit sich bringe.

