Expert setzt auf Strategiewechsel im umkämpften Elektronikmarkt
Der Elektronikhändler Expert sieht sich derzeit in einem anspruchsvollen Marktumfeld, das von Konsolidierungen im Einzelhandel geprägt ist. Vorstandsvorsitzender Stefan Müller erklärte der Deutschen Presse-Agentur, dass sich ein wachsender Wettbewerbsdruck abzeichne, da die Margen sinken, während die Umsätze stagnieren und die Kosten steigen. Diese Entwicklungen stellen für viele Händler eine existenzielle Bedrohung dar.
Das jüngste Geschäftsjahr, das Ende März abgeschlossen wurde, brachte für die Expert-Gruppe einen Rückgang des Innenumsatzes um 2,2 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro. Ein Grund hierfür war das schleppende Online-Geschäft, bei dem Vorsicht geboten war, um angemessene Deckungsbeiträge zu sichern. Trotz dieser Herausforderungen setzt Expert auf Erholung und investiert in digitale Werkzeuge, neue Vertriebsstrukturen sowie Prozessoptimierungen.
Ein zentrales Ziel von Expert ist es, die Kunden zu begeistern und in loyale Anhänger zu verwandeln. Müller betont die Bedeutung eines erstklassigen Einkaufserlebnisses und gut geschulter Mitarbeiter. In Deutschland betreibt Expert 65 Märkte und zählt sich, trotz des schwierigen Jahres, zum zweitgrößten Elektronikhändler des Landes.
Dabei spielt die Eigenmarke Kendo eine wesentliche Rolle, die sich durch hochwertige Produkte und attraktive Preise auszeichnet. Daneben erweist sich die Zusammenarbeit mit Rudi Völler als wertvoll für die Kundenbindung. Der bekannte Fußballstar agiert als Markenbotschafter und erreicht insbesondere eine reifere Zielgruppe.
Die jüngeren Kunden möchte Expert über digitale Kanäle ansprechen. Im harten Online-Wettbewerb, insbesondere gegen Riesen wie Amazon, verfolgt Expert einen Multi-Channel-Ansatz mit regionalem Fokus. Während das jüngste Geschäftsjahr keine Erfolge feierte, bleibt Müller optimistisch, dass die neuen Maßnahmen die gewünschten Ergebnisse bringen werden und das Unternehmen gestärkt aus dieser Phase hervorgehen kann.

