EVG mahnt zur Eindämmung geplanter Ticketpreiserhöhungen bei der Deutschen Bahn
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat entschieden an die Politik appelliert, geplante Erhöhungen der Ticketpreise bei der Deutschen Bahn zu stoppen. EVG-Vorsitzender Martin Burkert warnte vor signifikanten Preissprüngen von über zehn Prozent und forderte den Bundestag auf, Maßnahmen zu ergreifen, um dieses Szenario zu verhindern. Dabei sollten die Abgeordneten bei den Haushaltsberatungen die sogenannte Schienenmaut durch gezielte Förderprogramme abfedern.
Die Diskussion um steigende Trassenpreise gewinnt an Brisanz. Diese Mautgebühren müssen Unternehmen für die Nutzung der Schienen an die DB InfraGo entrichten, und sie betreffen sowohl den Fern-, Regional- als auch den Güterverkehr der bundeseigenen Deutschen Bahn. Die Einnahmen daraus fließen in die Instandhaltung des Streckennetzes.
Noch sind die geplanten Trassenpreiserhöhungen nicht endgültig beschlossen, doch ihre Höhe lässt aufhorchen. Zwar erhält die Bahn vom Bund eine Trassenpreisförderung, diese deckt jedoch nicht alle Kosten ab, sodass mögliche Ticketpreiserhöhungen und ein ausgelichteter Zugverkehr auf der Tagesordnung stehen.
Die Deutsche Bahn selbst hält sich bislang mit konkreten Entscheidungen zurück. In einer Stellungnahme wies das Unternehmen darauf hin, dass es noch keine finalen Entscheidungen zu Preis- und Fahrplananpassungen gebe. Dennoch wird auf eine notwendige Reform bei den Trassenpreisen verwiesen, wie sie auch im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vorgesehen ist.

