Eurozone-Inflation auf Fünfjahrestief: Die Rolle der Energiepreise

Die Inflation in der Eurozone hat einen bemerkenswerten Rückgang verzeichnet und ist auf den niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren gefallen. Jüngste Daten zeigen, dass die Verbraucherpreise im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent gestiegen sind. Diese Entwicklung wurde vom Statistikamt Eurostat basierend auf einer ersten Schätzung bestätigt und entsprach den Erwartungen der Volkswirte. Damit nähert sich die Inflationsrate dem angestrebten Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent, wobei die EZB die Leitzinsen stabil hält und auch in naher Zukunft keine Veränderungen plant.
Ein wesentlicher Faktor für diese abnehmende Inflationsrate sind die gesunkenen Energiepreise, die um 4,1 Prozent im Jahresvergleich fielen. Im Gegensatz zur Entspannung bei den Energiepreisen erlebten die Preise für Lebens- und Genussmittel einen Anstieg von 2,7 Prozent.
Interessant ist auch die Entwicklung der Kerninflation, die volatile Komponenten wie Energie und Lebensmittel ausklammert. Hier sank die Rate auf 2,2 Prozent, während eine Stabilität bei den Experten erwartet wurde. Auf Monatsbasis sanken die Preise insgesamt um 0,5 Prozent, wobei die Kernverbraucherpreise sogar um 1,1 Prozent zurückgingen.

