Euros Höhenflug trotzt trüben Wirtschaftsperspektiven
Der Euro konnte zu Wochenbeginn einen leichten Aufwind verzeichnen. Am Nachmittag lag der Kurs bei 1,1887 US-Dollar, was einem Anstieg von rund einem halben Cent entspricht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs leicht höher auf 1,1836 Dollar fest. Somit kostete der Dollar 0,8448 Euro, eine leichte Veränderung im Vergleich zum Freitag.
Obwohl die Wirtschaftsdaten aus Deutschland keine Freudensprünge hervorriefen, zeigte sich die Gemeinschaftswährung unbeeindruckt. Der vom Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklimaindex verharrte auf niedrigem Stand und enttäuschte Erwartungen auf eine Besserung. Ifo-Präsident Clemens Fuest kommentierte die Ergebnisse mit der Feststellung, dass die deutsche Wirtschaft kraftlos ins neue Jahr startet.
Nach zwei vorherigen Rückgängen erhoffte man sich eine Belebung des Geschäftsklimas, doch Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer bezeichnete das Ausbleiben dieser Erholung als Enttäuschung. Der Trend zeige nicht mehr nach oben, was auf fehlende Reformen zurückzuführen sei. Die Prognose bleibt verhalten, da für das laufende Jahr nur eine träge Wirtschaftserholung erwartet wird.
Die Devisenmärkte reagierten jedoch kaum auf diese Nachrichten, da die Experten keine Änderungen in der Geldpolitik der EZB sehen. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hob die gelassenen Absichten der Währungshüter hervor, die eine abwartende Haltung einnehmen und die derzeitige Strategie als gut positioniert betrachten.
Für andere Schlüsselwährungen setzte die EZB den Euro-Referenzkurs auf 0,86750 britische Pfund, 182,52 japanische Yen und 0,9223 Schweizer Franken. Der Goldpreis erreichte zuletzt eine Feinunze bei 5.089 Dollar, nachdem zwischenzeitlich ein Rekordwert von 5.111 Dollar notiert wurde.

