Europäische Börsen auf dem Vormarsch trotz KI-Sorgen
Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten an diesem Montag überwiegend Kursgewinne. Dennoch fehlt es ihnen an der nötigen Dynamik, da der anhaltende Hype um Künstliche Intelligenz mit gewissen Unsicherheiten behaftet bleibt. Auffällig ist eine Umschichtung von Technologieunternehmen hin zu traditionellen Industriewerten, was an den Märkten derzeit ein prägendes Thema darstellt.
Der EuroStoxx 50, der zentrale Index der Eurozone, konnte den Handel mit einem Plus von 0,56 Prozent bei 5.752,52 Punkten abschließen. Im November hatte der Index seinen jüngsten Höchststand bei 5.818 Punkten erreicht. Im Vereinigten Königreich legte der FTSE 100, besser bekannt als "Footsie", zum Wochenauftakt um 1,06 Prozent zu und notierte bei 9.751,31 Punkten. Auch er hatte seinen letzten Spitzenwert im November erzielt, bei etwa 9.930 Punkten. Der Schweizer Aktienindex SMI, der Anfang März knapp unter 13.200 Punkten seinen Rekordwert markiert hatte, schloss den Tag mit einem Plus von 1,16 Prozent bei 13.036,80 Zählern ab.
In dieser Woche stehen an den Finanzmärkten einige bedeutende Ereignisse an. Dazu gehört die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag sowie Wirtschaftsdaten aus den USA, die Aufschluss über den Arbeitsmarkt und die Inflationsentwicklung geben. Marktanalyst Maximilian Wienke vom Online-Broker eToro verweist auf diese Daten als "entscheidend für die Jahresendrally". Die Rally hat bisher nur schleppend Fahrt aufgenommen. Im aktuellen Monat haben EuroStoxx und SMI um jeweils anderthalb Prozent zugelegt, während der Footsie mit 0,3 Prozent im Plus steht.
Ein Rückgang der Inflation in der weltgrößten Volkswirtschaft und ein stabiler US-Arbeitsmarkt könnten das Marktumfeld weiter freundlich gestalten, bemerkt Wienke. Umgekehrt könnte eine nach wie vor hohe Inflationsrate die US-Notenbank Fed zu einem vorsichtigeren Kurs veranlassen. Die Entwicklungen im US-Arbeitsmarkt werden bereits am Dienstag erwartet, die Inflationszahlen folgen am Donnerstag.

