Europas Börsen trotzen geopolitischen Spannungen: EuroStoxx 50 im Plus
Die Aktienmärkte Europas zeigen sich robust und konnten am Freitag trotz der bevorstehenden Gespräche zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Kremlchef Wladimir Putin in der Mehrzahl Zuwächse verzeichnen. Der EuroStoxx 50 profitierte von der positiven Grundstimmung und legte um 0,26 Prozent auf 5.448,61 Punkte zu. Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA hatten kaum Einfluss auf die Kursentwicklung. Über die Woche hinweg konnte der führende Index der Euroregion sogar einen Anstieg von 1,9 Prozent verbuchen.
Während die europäische Börsenlandschaft eine überwiegend positive Entwicklung zeigte, war das Bild auf den internationalen Märkten gemischt. In Großbritannien musste der FTSE 100 einen Rückgang von 0,42 Prozent auf 9.138,90 Punkte hinnehmen. Demgegenüber gelang es dem schweizerischen SMI, um 0,61 Prozent auf 12.074,33 Punkte zuzulegen und auf Wochensicht einen Gewinn von 1,7 Prozent zu erzielen. Seit Anfang August konnte sich der SMI trotz der von Trump angekündigten Zölle um über 2 Prozent verbessern.
Die bevorstehenden Gespräche zwischen Trump und Putin in Alaska ziehen das Interesse der Anleger auf sich, da eine Lösung des Konflikts in der Ukraine Hoffnung auf eine Waffenruhe weckt. Doch konkrete Ergebnisse werden erst nach Börsenschluss in den USA erwartet.
Unter den europäischen Sektoren gehörten die Technologiewerte zu den Schwächen des Tages. Die Aktien von ASML verzeichneten einen Rückgang von 1 Prozent, beeinflusst durch den negativen Ausblick des US-Konkurrenten Applied Materials. Rheinmetall, ebenfalls im EuroStoxx vertreten, gab um 1,2 Prozent nach, belastet durch die spekulativen Friedenshoffnungen. In der Pole-Position des EuroStoxx schloss Ferrari mit beeindruckenden 3,6 Prozent im Plus.

