Europas Börsen feiern Zugewinne trotz vereinzelter Rückschläge
Europas Aktienmärkte hielten sich am Donnerstag länger in grüner Stimmung, was überwiegend aus der Annahme einer möglichen Einigung im Zollstreit zwischen den USA und der Europäischen Union resultierte. Diese Spekulationen befeuerten die positiven Bewegungen an den Handelsplätzen, ergänzt durch ermutigende Signale von der Konjunktur, insbesondere durch die Verbesserung der Unternehmensstimmung im Euroraum, die im Juli erfreulicher ausfiel als erwartet.
Der EuroStoxx 50 stieg erfreulich um 0,20 Prozent auf 5.355,20 Punkte. Auf der anderen Seite der Sprachbarriere schwächelte der Schweizer SMI leicht und fiel um 0,26 Prozent auf 12.045,78 Punkte. In England hingegen erfreute sich der FTSE 100 eines Anstiegs von 0,85 Prozent, schloss mit 9.138,37 Punkten und verzeichnete damit ein starkes Plus.
An vorderster Front profitierten Telekom-Aktien von dieser Dynamik. Die Deutsche Telekom sowie die britischen Player BT Group und Vodafone verzeichneten dabei nennenswerte Gewinne. Vodafone legte um imposante 3,4 Prozent zu, während die Aktien der BT Group sogar um mehr als beeindruckende 10 Prozent anzogen.
Auch der Bankensektor sorgte für freudige Gesichter. Die starke Vorstellung von Deutsche Bank und BNP Paribas lockte Investoren an - Letztere überzeugte trotz eines letztlich eher verhaltenen Anstiegs von 0,4 Prozent. Die Experten von RBC rollten den Franzosen dennoch den roten Teppich für ein widerstandsfähiges zweites Quartalsergebnis aus.
Ein Highlight im Pharmasektor war Roche, das sich mit einem Kurssprung von 1,5 Prozent ins Rampenlicht manövrierte, untermauert durch ein solides Zahlenwerk laut Bernstein Research. Weniger berauschend präsentierte sich hingegen das Resultat von Nestlé. Nach enttäuschenden Halbjahreszahlen mussten sich Investoren mit einem Kursrutsch von 4,6 Prozent abfinden.
Der Technologiesektor lieferte ebenfalls Gesprächsstoff: STMicro sorgte für lange Gesichter und gab um fast 17 Prozent nach, beflügelt durch einen düsteren Ausblick des Halbleiterriesen.

