Europas Börsen feiern bemerkenswertes Comeback: Industriezahlen heben Stimmung

Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag eine beeindruckende Kehrtwende vollzogen. Nachdem die Kurse zunächst schwächelten, sorgten positive Signale von den US-Börsen für kräftige Kursgewinne. Besonders Stimmungsdaten aus der Industrie auf beiden Seiten des Atlantiks waren dabei ausschlaggebend und sorgten für positive Impulse bei den Anlegern.
Zum Handelsschluss konnte der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, um 1,00 Prozent zulegen und erreichte damit 6.007,51 Punkte. Auch jenseits der Währungsgrenzen zeichnete sich ein Aufwärtstrend ab: Der Züricher SMI gewann 1,67 Prozent und schloss bei 13.409,11 Punkten. Ähnlich erfreulich verlief der Handel für den britischen FTSE 100, der um 1,15 Prozent auf 10.341,56 Punkte stieg.
Insbesondere die Industrie in Deutschland, Frankreich und der Eurozone erlebte im Januar einen Anstieg der Stimmung, wie die neuen Einkaufsmanagerindizes nahelegten. Großbritannien verzeichnete sogar den höchsten Stand der industriellen Stimmung seit fast anderthalb Jahren, was die Zuversicht der Investoren weiter befeuerte.
Besonders gefragt waren Aktien aus den Bereichen Reise, Freizeit und Bankwesen innerhalb des Stoxx Europe 600. Anleger zeigten zudem vermehrtes Interesse an Konsumwerten und stabileren Sektoren, wie Lebensmittel- und Getränkeproduzenten sowie Telekomanbietern, und positionierten sich verstärkt in diesen Gebieten.
Während der Rohstoffsektor zwar zulegte, hinkte er aufgrund sinkender Metallpreise an den Londoner Märkten hinterher. Mit Endeavour Mining und Fresnillo standen zwei prominente Bergwerktitel am Ende der FTSE 100-Rangliste. Insgesamt führten jedoch zinssensible Immobilienwerte und defensive Versorger das Feld der wenigen Verlierer an, während Öl- und Gasunternehmen unter dem Druck möglicher US-Iran-Verhandlungen hinsichtlich der Ölpreise litten.

