Europäischer Erdgaspreis setzt Aufwärtstrend fort: Herausforderungen für Verbraucher und Marktanalysten
Der europäische Erdgaspreis hat seinen bemerkenswerten Aufwärtstrend in den vergangenen Tagen fortgesetzt und erstmalig seit einem halben Jahr die 40-Euro-Marke je Megawattstunde (MWh) überschritten. Der richtungsweisende Terminkontrakt TTF für Erdgas, der an der Amsterdamer Börse gehandelt wird, wurde zu Handelsbeginn für 41,91 Euro je MWh notiert – das ist der höchste Stand seit Juni.
Im Verlauf der letzten zwei Wochen erlebten die Gaspreise einen signifikanten Anstieg um rund 40 Prozent. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die kühle Witterung in Teilen Europas zurückzuführen, die den Gasverbrauch erhöht. Gleichzeitig belasten relativ niedrige Füllstände der Gasspeicher die Märkte, eine Kombination, die die Preise in die Höhe treibt.
Auch in den USA kletterten die Gaspreise angesichts der kalten Temperaturen auf den höchsten Stand seit 2022, was die europäischen Notierungen zusätzlich beflügelte. Neben der Witterung erschweren geopolitische Risiken den Markt. Die unsichere Lage im Iran sorgte zuletzt für Befürchtungen, die auf die gesamte Region ausstrahlen könnten. Parallel dazu heizt die Erwartung einer steigenden Nachfrage in China als größtem Abnehmer von Flüssiggas den Wettbewerb weiter an.

