Europäische Souveränität im Fokus: SPD fordert Entschlossenheit gegenüber US-Drohungen
Der Vorsitzende der SPD, Lars Klingbeil, hat sich vehement gegen drohende Vereinigungsversuche der USA mit Grönland ausgesprochen und fordert die europäische Gemeinschaft zu einem solidarischen Schulterschluss auf. Seiner Ansicht nach darf in geopolitischen Fragen nicht das Recht des Stärkeren, sondern das Völkerrecht den Ton angeben. Dänemark könne sich dabei der uneingeschränkten Unterstützung Deutschlands gewiss sein—eine Botschaft, die Klingbeil an vielen internationalen Schauplätzen zu unterstreichen gedenkt.
Während einer Klausurtagung der SPD-Bundestagsfraktion, in der umfassend die globale Lage erörtert wurde, stellte Klingbeil fest, dass tiefgreifende Veränderungen die transatlantischen Beziehungen herausfordern. Diese waren stets ein Grundpfeiler europäischer Außen- und Sicherheitspolitik. Doch nun stünden sie zunehmend auf dem Prüfstand. Der SPD-Chef sieht in diesen Entwicklungen eine klare Handlungsaufforderung: Die Länder Europas müssten aus dieser Situation die richtigen Schlüsse ziehen und ihre eigene Souveränität stärken.
Klingbeil kündigte an, das Thema auf einem kurzfristig einberufenen G7-Finanzministertreffen in Washington zur Sprache zu bringen, um die Interessen Europas auch dort zu vertreten. Schließlich ist Grönland ein Teil des dänischen Königreichs und damit der europäischen Gemeinschaft verbunden.

