Europäische Börsen ohne klare Richtung: Autobauer und Bankenwerte unter Druck
Die europäischen Aktienmärkte starteten die Woche träge, während der EuroStoxx 50 um 0,30 Prozent auf 5.442,05 Punkte fiel. Im Gegensatz dazu zeigte der Schweizer Markt mit einem Anstieg des SMI um 0,14 Prozent auf 12.126,14 Punkte mehr Dynamik, was vor allem dem Zugewinn des Gesundheitsschwergewichts Roche zu verdanken war. Der britische FTSE 100 verzeichnete ebenfalls ein leichtes Plus von 0,11 Prozent, unterstützt durch positive Entwicklungen im Rohstoffsektor. Über dem Atlantik konnten die US-Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 neue Rekordhöhen erreichen, obwohl die Gewinne nur geringfügig ausfielen und Europas Märkte unbeeindruckt blieben.
Innerhalb des Stoxx Europe 600 waren es die Automobilhersteller, die deutlich zurückfielen. Volkswagen (VW) und seine Sportwagentochter Porsche AG, die ihre Prognosen senkten, zogen den gesamten Sektor mit nach unten. VW markierte mit einem Verlust von 7,1 Prozent das Schlusslicht im EuroStoxx 50. Der Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets kommentierte, dass Porsche AG aufgrund schwacher Geschäfte in China, nachlassender Nachfrage nach Premiumfahrzeugen und den Auswirkungen der US-Zölle unter starkem Druck stehe.
Auch Bankaktien standen unter Druck. Die spanische BBVA setzte trotz einer Erweiterung ihres Angebots auf Banco Sabadell ihren Kursverlust fort, da das Angebot weiterhin auf Widerstand traf. BBVA verlor 2,7 Prozent und Sabadell 3,9 Prozent. Indes sank KBC um 0,9 Prozent, während sich die niederländische ABN Amro mit einem Kursgewinn von 3,3 Prozent dem Trend entzogen, nachdem Gerüchte über ein mögliches Übernahmeangebot aufkamen.
Technologiewerte entwickelten sich hingegen positiv. ASML stockte um 2,2 Prozent auf fast 811 Euro auf, gestützt von einer Hochstufung der US-Investmentbank Morgan Stanley, die das Potenzial für steigende Gewinne sieht. Roche führte mit einem Plus von 2,3 Prozent die Gewinnerliste im SMI an, dank eines wissenschaftlichen Durchbruchs im Bereich Brustkrebs und Fortschritten in der Adipositas-Forschung. Rohstoff- und Bergbauaktien führten schließlich die Rangliste der Gewinner in Europa an, was den eingangs erwähnten positiven Verlauf des FTSE 100 untermauerte.

