Europa unter Druck: Initiative fordert Kurswechsel zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Die europäische Industrie steht am Scheideweg. Angesichts wachsender Konkurrenz aus China und der politischen Unberechenbarkeit der Trump-Ära in den USA hat das Bündnis «Made for Germany» einen dringlichen Aufruf zu umfassenden Reformen und zum Bürokratieabbau gestartet. Diese Wirtschaftsinitiative, hinter der mittlerweile 123 Unternehmen und Investoren stehen, betont die Notwendigkeit, die industrielle Basis Europas zu stärken.
In der globalisierten Welt sehen sich europäische Länder mit Staaten konfrontiert, die ihre Industrien durch gezielte Deregulierung und strategische Technologieinvestitionen fördern. Die Initiative warnt davor, dass viele europäische Unternehmen täglich an Wettbewerbsfähigkeit verlieren und fordert einen Wandel hin zu weniger Regulierung.
Siemens und die Deutsche Bank haben entscheidend zur Entstehung des Bündnisses beigetragen. Sie plädieren dafür, Bürokratieabbau als zentrales politisches Ziel zu etablieren, den Kapitalmarkt zu stärken und Freihandelsabkommen mit Indien sowie den Mercosur-Staaten rasch umzusetzen. Diese Schritte seien entscheidend, um Europas Souveränität durch Wachstum sicherzustellen.
Roland Busch, CEO von Siemens, betont, Europa müsse die Schlüsseltechnologien beherrschen, die essenziell für Industrie, Energieversorgung und Sicherheit sind. Christian Sewing, Chef der Deutschen Bank, sieht großes Aufholpotenzial und merkt an, dass die Bereitschaft, in Europa zu investieren, steige, wenn die richtigen Strategien verfolgt würden. Letzten Sommer hat sich «Made for Germany» mit dem Versprechen formiert, rund 735 Milliarden Euro in Deutschland zu investieren, unter der Voraussetzung wesentlicher Reformen zur Belebung der Wirtschaft.

