Europa mahnt zu Besonnenheit in transatlantischen Beziehungen: Von der Leyen warnt Trump in Davos
Im Lichte der Spannungen zwischen den USA und Europa stellte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos klar, dass zusätzliche US-Zölle auf europäische Güter ein Schritt in die falsche Richtung seien. Diese Maßnahmen drohten, transatlantische Beziehungen zu belasten und kämen nur geopolitischen Rivalen zugute. Von der Leyen betonte, dass Europa mit Geschick und fester Entschlossenheit antworten werde, unter Berücksichtigung des im letzten Juli geschlossenen Handelsabkommens zwischen beiden Parteien.
Mit besonderem Fokus auf Arktissicherheit entgegnete sie den Vorwürfen von US-Präsident Trump, Europa könne Grönland nicht adäquat schützen. Sie unterstrich das Bedürfnis nach einer Kooperation mit den USA und anderen Partnern bei der Entwicklung einer umfassenderen Arktis-Sicherheitsstrategie. Von der Leyen hob hervor, dass die Souveränität Grönlands und Dänemarks unverhandelbar sei und kündigte zudem erhöhte europäische Investitionen in Grönland an.
Gleichzeitig betonte von der Leyen, dass die Herausforderungen, vor denen Europa steht, Chancen für eine erneuerte europäische Unabhängigkeit böten. Sie wies auf die baldige Veröffentlichung einer europäischen Sicherheitsstrategie hin, die eine aktualisierte Arktisstrategie enthalten soll. Ihrer Ansicht nach müsse Europa seine Ambitionen in Bereichen wie Sicherheit, Wirtschaft und Demokratie beschleunigen, um auf die dauerhaften globalen Veränderungen zu reagieren. "Die Welt hat sich verändert und wir müssen uns mit ihr ändern", war ihre abschließende Botschaft.

