Eurokurs zeigt Stabilität – Yen stark unter Druck
Der Kurs des Euro hat sich am Freitag nur minimal bewegt. Am Nachmittag notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1731 US-Dollar und behauptete damit die starken Gewinne des Vortages. Diese Gewinne führten den Euro auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs ebenfalls auf 1,1731 fest, nachdem er am Donnerstag noch bei 1,1714 Dollar gelegen hatte. Im Umkehrschluss bedeutete das, dass der Dollar 0,8524 Euro kostete, was eine leichte Veränderung im Vergleich zu den 0,8536 Euro des Vortages darstellt.
Der Wert des Dollars stabilisierte sich nach den jüngsten Kursverlusten. Belastend wirkten sich schwache US-Arbeitsmarktdaten aus, die Spekulationen über weitere Zinssenkungen in den USA anheizten. Schon die letzte Senkung des Leitzinses durch die US-Notenbank wurde mit den Schwächen des Arbeitsmarktes begründet. Marktbewegende wirtschaftliche Veröffentlichungen blieben in den USA jedoch aus.
Der japanische Yen geriet aufgrund der innenpolitischen Entwicklungen unter Druck. Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi konnte am Donnerstag eine Mehrheit für ihr umfassendes Fiskalpaket im Unterhaus sichern, das nächste Woche auch das Oberhaus passieren dürfte. Dieses deutlich umfangreichere Paket als erwartet dürfte den Inflationsdruck erhöhen und somit auf die realen Zinsen und den Yen lasten, analysierte Volkmar Baur von der Commerzbank.
Die Aussicht auf eine Leitzinserhöhung durch die japanische Notenbank angesichts der steigenden Inflation konnte den Yen kurzfristig nicht stützen. Es wird eine Erhöhung auf 0,75 Prozent erwartet, ein Niveau, das seit 1995 nicht mehr überschritten wurde.
Die Europäische Zentralbank setzte die Referenzkurse für den Euro außerdem wie folgt fest: 0,8767 britische Pfund, 182,99 japanische Yen und 0,9333 Schweizer Franken. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg auf 4.317 Dollar, was einem Anstieg um 38 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.

