Eurokurs stabil – Marktbeobachter erwarten mit Spannung neue Konjunkturdaten
Der Euro präsentiert sich zum Abschluss der Handelswoche gegenüber dem US-Dollar stabil. Am Freitagmorgen notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1325 US-Dollar, was leicht über dem Stand vom Vorabend lag. Die Europäische Zentralbank hatte bereits am Mittwoch einen Referenzkurs von 1,1373 Dollar veröffentlicht.
Marktteilnehmer richten ihre Blicke nun auf die bevorstehenden Konjunkturnachrichten. Im Mittelpunkt stehen dabei die neuesten Stimmungsdaten aus dem verarbeitenden Gewerbe sowie die Schnellschätzung der Verbraucherpreise im Euroraum. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) berichtet, dass in den großen Euroländern eine leichte Senkung der jährlichen Inflationsrate auf 2,1 Prozent für den Monat April zu erwarten sei. Diese Entwicklung könnte der Europäischen Zentralbank Spielraum für weitere geldpolitische Lockerungen bieten.
Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarktbericht, der am Nachmittag veröffentlicht wird. Dieser Bericht könnte maßgeblich die Erwartungen an die zukünftige Zinspolitik beeinflussen, da die Federal Reserve sowohl die Stabilität der Preise als auch die maximale Beschäftigung im Visier hat. Bisher signalisieren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe keine wesentliche Abschwächung des Arbeitsmarkts, da sie auf einem historisch niedrigen Niveau verweilen. Allerdings fiel der Beschäftigungszuwachs im Privatsektor mit lediglich 62.000 laut dem Bericht des Arbeitsmarktdienstleisters ADP gering aus, was die Erwartungen an den Jobbericht dämpft.
Die Helaba-Analysten betonen auch, dass sich die Dynamik der Lohnsteigerungen bislang nur leicht abgeschwächt habe. Diese Faktoren deuten darauf hin, dass der Arbeitsmarktbericht wohl keine erhöhten Konjunktursorgen auslösen dürfte, was die US-Notenbank vorerst nicht unter Zugzwang setzt, die Leitzinsen rasch zu senken.

