Eurokurs schwächelt nach jüngstem Höhenflug
Der Euro erlebte nach einem imposanten Aufstieg in den vergangenen Tagen einen leichten Rücksetzer. Am Mittwochnachmittag wurde die Gemeinschaftswährung zu einem Kurs von 1,1756 US-Dollar gehandelt, was einen geringfügigen Rückgang im Vergleich zum Vorabend bedeutet. Überraschend hatte der Eurokurs am Dienstag zum ersten Mal seit fast vier Jahren die 1,18-Dollar-Marke überschritten. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs auf 1,1755 Dollar fest, gegenüber 1,1810 Dollar am Dienstag, was zeigt, dass der Dollar nun 0,8507 Euro kostete.
Kurzzeitig beeinflussten die US-Jobdaten des Arbeitsmarktdienstleisters ADP die Märkte, als vermeldet wurde, dass die Privatwirtschaft im Juni Arbeitsplätze verloren hat - ein Novum seit gut zwei Jahren. Diese Meldung überraschte Analysten, die mit einer Zunahme von Stellen gerechnet hatten. Laut ADP-Chefökonomin Nela Richardson sind Entlassungen zwar weiterhin selten, dennoch führten eine zögerliche Einstellung und die Zurückhaltung im Ersetzen ausgehender Arbeitskräfte zu einem Verlust an Arbeitsplätzen. Das Lohnwachstum bleibt jedoch bis dato unangetastet von dieser Verlangsamung.
Der Arbeitsmarkt hat direkte Auswirkungen auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Diese hatte ihre Zinspolitik zuletzt konstant gehalten. Gleichzeitig sorgen die Zoll- und Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump weiterhin für Unsicherheiten an den Märkten. Am Donnerstag wird der offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung mit Spannung erwartet.
Die EZB legte zudem die Referenzkurse des Euro für andere wichtige Währungen fest: 0,86050 britische Pfund, 169,45 japanische Yen und 0,9330 Schweizer Franken. Eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London zu 3.335 Dollar gehandelt, rund 4 Dollar weniger als am Vortag.

