Energiekontor: Trotz Herausforderungen wächst die Profitabilität und Dividende

Herausforderungen in der Projektumsetzung
Der Entwickler und Betreiber von Wind- und Solarparks, Energiekontor, steht weiterhin vor Herausforderungen in der Umsetzung seiner Projekte. Das Unternehmen gab bekannt, dass der wirtschaftliche Druck auf einzelne Vorhaben zunimmt. Bereits im Jahr 2025 wurden die begrenzte Verfügbarkeit von Anlagen und Infrastruktur sowie Verzögerungen bei Netzanschlussbestätigungen und Ausschreibungsprozessen spürbar. Diese Faktoren beeinträchtigen die zeitliche Planbarkeit der Projektverkäufe und führen zu Verzögerungen.
Positive Entwicklung der Unternehmenszahlen
Trotz dieser Widrigkeiten konnte Energiekontor seinen Gewinn steigern, was sich positiv auf die Dividende für die Aktionäre auswirken wird. Die Aktie des Unternehmens, die im SDax gelistet ist, verzeichnete zur Mittagszeit einen Anstieg von 7,0 Prozent auf 37,70 Euro, was den höchsten Stand seit zwei Wochen darstellt. Analyst Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler hob die Profitabilität des Unternehmens sowie die "sehr niedrige Bewertung" der Aktie hervor. Auch die geplante Anhebung der Dividende sowie der positive Ausblick auf das laufende Jahr dürften bei Anlegern gut ankommen, wie Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets anmerkt.
Ausblick auf regulatorische Unsicherheiten
Für das Jahr 2026 erwartet Energiekontor weiterhin Unsicherheiten bezüglich der regulatorischen und marktseitigen Rahmenbedingungen. Insbesondere die zukünftige Ausgestaltung des Fördersystems im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ab 2027 sowie die geplante Ausgestaltung des Netzpakets werfen Fragen auf. Zudem trifft eine steigende Anzahl genehmigter Projekte auf anhaltend hohe Kosten für Anlagen, Infrastruktur und Finanzierung, während die Zuschlagswerte in den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur sinken. Das Management geht jedoch davon aus, dass sich die Planungssicherheit im Jahresverlauf schrittweise verbessern wird.
Zielvorgaben für 2026 und darüber hinaus
Für das Jahr 2026 plant das Unternehmen, ein Ergebnis vor Steuern (Ebt) in einer Spanne von 40 bis 60 Millionen Euro zu erzielen. Konzernchef Peter Szabo setzt dabei insbesondere auf Verkäufe in Großbritannien sowie auf fortgeschrittene Windparks in Deutschland und den Eigenparkbestand. Bis zum Jahr 2028 strebt Energiekontor weiterhin ein Ergebnis von rund 120 Millionen Euro an.
Erfolgreiche Entwicklung im Vorjahr
Im vergangenen Jahr konnte Energiekontor das Vorsteuerergebnis um nahezu 12 Prozent auf 40,5 Millionen Euro steigern und erreichte damit das obere Ende der gesteckten Spanne. Der Nettogewinn stieg sogar um über 80 Prozent auf 41 Millionen Euro. Aktionäre dürfen sich auf eine Dividende von einem Euro je Aktie freuen, was eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

