Euro zeigt Erholungstendenzen nach jüngsten Verlusten

Der Euro hat sich nach den Verlusten des Vortages leicht erholt und notierte am Mittwochvormittag bei 1,1791 US-Dollar, leicht über dem Niveau vom Dienstagabend. Die Bewegungen auf dem Devisenmarkt fielen insgesamt moderat aus. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt auf 1,1777 Dollar festgelegt, nachdem er am Montag noch bei 1,1784 Dollar gelegen hatte.
Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) betonen, dass der Euro weiterhin defensiv bleibt. Die Unsicherheiten, die durch das von US-Präsident Donald Trump verursachte Zollchaos entstanden sind, wirken nach. Zudem bleibt der Iran-Konflikt ein potentieller Risikofaktor, obwohl diplomatische Lösungen noch möglich erscheinen.
Die Rede des US-Präsidenten zur Lage der Nation, die mit großem Interesse erwartet wurde, beinhaltete vorwiegend innenpolitische Themen und brachte keine bahnbrechenden Neuigkeiten. Trump stellte insbesondere die politischen Erfolge seiner Regierung in den Vordergrund.
Der Fokus am Vormittag lag auf den neuesten Konjunkturdaten aus Deutschland. Die Wirtschaft zeigt mit dem besten Quartal seit drei Jahren einen kräftigen Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im vierten Quartal 2025 um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt bestätigte. Allerdings zeigen die erhöhten Defizite im Staatshaushalt im vergangenen Jahr größere als erwartete Löcher.
Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank kommentiert, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr wieder Fahrt aufnimmt, und weist darauf hin, dass diese positive Entwicklung vorausgesetzt keine negativen Impulse von außen, wie neue Zollkonflikte mit den USA, entstehen. Im Verlauf des Handelstages stehen noch Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in der Eurozone im Januar an. Diese basieren jedoch nur auf einer zweiten Schätzung, und große Überraschungen sind daher nicht zu erwarten.

