Euro trotzt schwachen Konjunkturdaten und zeigt sich stabil
Der Euro konnte am Mittwoch eine leichte Erholung verzeichnen und wurde zuletzt mit 1,1755 US-Dollar gehandelt. Am Morgen war der Kurs noch um einen halben Cent tiefer angesetzt. Die Europäische Zentralbank (EZB) korrigierte ihren Referenzkurs auf 1,1722 US-Dollar, nachdem er am Dienstag bei 1,1776 US-Dollar lag. Damit kostete ein Dollar 0,8530 Euro, leicht höher als die vorherigen 0,8491 Euro.
Trotz neuer schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland blieb der Euro stabil. Das Ifo-Geschäftsklimaindex deutete im Dezember auf eine unerwartete Eintrübung hin, was tendenziell auf eine gedrückte Konsumstimmung schließen lässt. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, hob hervor, dass sich die Lage in der deutschen Industrie weiter verschlechtere und auch positive Auftragseingänge im Rüstungssektor keinen Aufschwung bringen könnten. 'Die Stimmung in der deutschen Industrie ist regelrecht vergiftet', betonte Kater.
Dennoch zeigen sich Marktbeobachter entspannt. Die aktuellen Daten, so Experten, dürften kurzfristig kaum Auswirkungen auf die Entscheidungen der EZB in Bezug auf die Geldpolitik haben. Ulrich Wortberg von der Helaba unterstrich, dass die Zentralbank die wirtschaftliche Entwicklung genau beobachte, allerdings werde der Rückgang im Ifo-Index voraussichtlich keinen Einfluss auf die Zinsentscheidung am Donnerstag haben. Die EZB-Direktoren hätten wiederholt betont, dass die aktuelle geldpolitische Ausrichtung gut aufgestellt sei und eine abwartende Strategie weiterhin bevorzugt werde.
In Bezug auf andere bedeutende Währungen wurden die Referenzkurse von der EZB für einen Euro auf 0,87850 britische Pfund, 182,38 japanische Yen und 0,9332 Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold lag zuletzt bei 4.331 Dollar, 29 Dollar mehr als am Vortag.

