Euro trotzt Inflationserwartungen in den USA
Der Euro hat sich im US-Handel am Freitag stabil gezeigt und legte leicht zu. Der zuletzt gehandelte Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung liegt bei 1,1627 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte zuvor den Referenzkurs auf 1,1612 US-Dollar festgelegt, verglichen mit 1,1587 US-Dollar am Donnerstag. Dies impliziert, dass der US-Dollar bei 0,8611 Euro gehandelt wurde, nach 0,8625 Euro am Vortag.
Die US-amerikanische Inflationsrate für September hat sich weniger stark erhöht als prognostiziert. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Prozent, was leicht über den 2,9 Prozent im August liegt. Ökonomen hatten ursprünglich einen Anstieg auf 3,1 Prozent erwartet. Die verzögerten Veröffentlichungen der Daten sind auf eine vorübergehende Schließung von US-Regierungsbehörden zurückzuführen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Zentralbank in der nächsten Woche die Leitzinsen erneut senken wird, hat sich nun weiter erhärtet. Thomas Gitzel, der Chefökonom der VP Bank, schreibt, dass eine Zinssenkung in der kommenden Woche wahrscheinlich sei. Er bewertet zudem eine weitere geldpolitische Lockerung im Dezember als wahrscheinlich. Ob nächstes Jahr weitere Zinssenkungen stattfinden, hängt laut Gitzel davon ab, inwieweit sich die Zölle auf das Inflationsgeschehen auswirken werden.

