Euro trotzt enger Spanne und festigt sich leicht
Der Euro verzeichnete am Mittwoch eine zaghafte Aufwärtsbewegung, wobei die Kursentwicklung in einer relativ engen Handelsspanne verblieb. Am Nachmittag notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1660 US-Dollar, eine leichte Steigerung im Vergleich zum Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1651 Dollar fest, nachdem er am Dienstag noch bei 1,1654 Dollar gelegen hatte. Ein US-Dollar kostete demnach 0,8582 Euro, wobei sich hier nur eine minimale Abweichung gegenüber dem Vortag zeigte. Devisen-Experte Michael Pfister von der Commerzbank kommentierte die Situation mit Blick auf die jüngst veröffentlichten Inflationszahlen aus den USA als weniger spektakulär als erwartet. Der Shutdown beeinträchtigte offenbar die präzise Datenerhebung, was die Analyse erschwert. Dennoch zeichnet sich allmählich ein Bild, dass die Inflation trotz der bestehenden Zollproblematik nicht so stark ausfällt, wie befürchtet. Am Nachmittag sorgten zusätzliche Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten nicht für nennenswerte Impulse im Handel. Während der US-Einzelhandel im November eine unerwartet positive Entwicklung zeigte, stiegen die Preise auf Erzeugerebene im Jahresvergleich überraschend deutlich um 3,0 Prozent. Hier hatten Volkswirte im Schnitt lediglich 2,7 Prozent prognostiziert. Ralf Umlauf, Analyst von der Landesbank Hessen-Thüringen, äußerte, dass die neuen Daten die Spekulationen auf sinkende Zinsen in den USA gebremst hätten. Allerdings würden diese Überlegungen bereits im Hinblick auf die kommenden Monate keine besondere Intensität aufweisen. Für andere bedeutende Währungen setzte die EZB den Referenzkurs für den Euro auf 0,8668 britische Pfund, 184,82 japanische Yen und 0,9333 Schweizer Franken fest. Der Goldpreis kletterte und die Feinunze notierte zuletzt bei 4.618 Dollar, was einem Anstieg um etwa 32 Dollar gegenüber dem Vortag entspricht.

