Euro-Symbol in Frankfurt: Langfristige Finanzierung gesichert
Das ikonische Euro-Symbol am Willy-Brandt-Platz in Frankfurt, ein von Künstler Ottmar Hörl entworfenes Kunstwerk, steht für den europäischen Geist und die Stabilität der gemeinsamen Währung. Doch der Erhalt der 14 Meter hohen Skulptur kostet – insbesondere durch die zunehmenden Vandalismusschäden.
Die Stadt Frankfurt, die Europäische Zentralbank (EZB) und verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen haben jetzt eine langfristige Finanzierungsvereinbarung geschlossen. Um die jährlichen Aufwendungen von durchschnittlich 50.000 Euro zu decken, übernimmt die Stadt künftig 30.000 Euro, während die EZB 20.000 Euro beiträgt. Bislang kümmerte sich das Frankfurter Kultur Komitee um die Skulptur. Diese Aufgabe wird nun von der Europa Union Frankfurt übernommen, die sich um die Betreuung und Pflege des Kunstwerks kümmern wird.
Die jährlichen Kosten setzen sich aus diversen Einzelleistungen zusammen: Allein die Beleuchtung schlägt mit 7.500 Euro zu Buche, während der TÜV 5.000 Euro für Sicherungsmaßnahmen verlangt. Weitere 15.000 bis 20.000 Euro sind für die Reinigung und dringend notwendige Reparaturen veranschlagt. Der Vandalismus stellt jedoch die größte Herausforderung dar, da seit ungefähr 2020 die Schäden erheblich zugenommen haben. Beschädigte Sterne kosten jeweils 3.500 Euro und müssen regelmäßig ersetzt werden.
Künstler Ottmar Hörl zeigt sich erfreut über die neue finanzielle Sicherheit. Die Diskussion über das Kunstwerk hält seit 25 Jahren an, doch seine Intention war stets klar: Die Skulptur kommt ohne eine „Gebrauchsanweisung“ aus und spricht für sich selbst. Hörl bedauert lediglich, keinen ideellen oder finanziellen Vorteil aus der Verwertung seiner Arbeit, wie etwa über Anteile an Fotorechten, gezogen zu haben.

