Euro steigt dank US-Handelsstreit und Wirtschaftsdaten
Der Euro hat im US-Handel am Donnerstag weiter an Wert gewonnen und notierte zuletzt bei einem Kurs von 1,1375 Dollar. Diese Aufwärtsbewegung folgt auf die Festlegung des Referenzkurses durch die Europäische Zentralbank, die den Kurs zuvor auf 1,1281 Dollar angesetzt hatte. Zum Vergleich: Am Tag zuvor lag dieser Referenzkurs bei 1,1317 Dollar.
Der gegenwärtige Wert des Dollars entsprach somit 0,8864 Euro. Ursprünglich sah sich die Gemeinschaftswährung mit Verlusten konfrontiert, verursacht durch einen politischen Rückschlag in der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump. Doch der Euro erholte sich im frühen europäischen Handel, nachdem die US-Regierung bekannt gab, juristisch gegen eine Entscheidung des Bundesgerichts für internationalen Handel vorgehen zu wollen.
Dieses Gericht hatte untersagt, weitreichende Zölle unter Berufung auf ein Notstandsgesetz zu verhängen. Das daraufhin eingeschaltete Berufungsgericht gestattete es jedoch vorläufig, die Zölle weiterhin zu erheben. Im Verlauf des Handels in den USA setzten auch dortige Konjunkturdaten den Dollar unter Druck. Der Euro konnte dadurch zusätzlichen Rückenwind gewinnen.
Die Zahl der neuen Anträge auf Arbeitslosenhilfe war in den USA nämlich stärker gestiegen als prognostiziert. Auch die leichte Revision der Wirtschaftsschrumpfung im ersten Quartal fiel kaum ins Gewicht.

