Euro stabilisiert sich vorerst – Spannungen um die Fed-Nachfolge
Der Euro hat sich zu Beginn der neuen Handelswoche stabilisiert und setzt die jüngsten Kursverluste vorerst nicht fort. Am Morgen notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1857 US-Dollar und blieb somit auf dem Niveau des Freitagabends.
Die mögliche Ernennung von Kevin Warsh, einem früheren Gouverneur der US-Notenbank (Fed), als Nachfolger für Jerome Powell hatte am Freitag dem Dollar Auftrieb verliehen und im Gegenzug den Euro belastet. US-Präsident Donald Trump hat durch diese Personalentscheidung Spekulationen an den Märkten ausgelöst, ob es tatsächlich zu einer Lockerung der Geldpolitik in den USA kommen könnte.
Warsh, der lange als Vertreter einer strafferen Geldpolitik galt, hat sich zuletzt überraschend für Zinssenkungen ausgesprochen. Analysten der Dekabank heben hervor, dass Warsh gegenüber Inflationsrisiken wachsam ist, jedoch auch für weitere Zinssenkungen offen scheint. Bemerkenswert ist, dass er, laut Expertenmeinung, weniger empfänglich für den Einfluss Trumps zu sein scheint, der zuletzt wiederholt Zinssenkungen gefordert und den bisherigen Fed-Chef Powell scharf kritisiert hatte.
Der starke Dollar hat zudem die Korrektur der Metallpreise auf den Finanzmärkten verstärkt, wobei insbesondere Edelmetalle wie Gold und Silber stark unter Druck geraten sind. Im weiteren Verlauf des Handelstages richten sich die Blicke der Devisenmärkte auf die bevorstehenden Konjunkturdaten, die sowohl Unternehmensstimmungsindikatoren aus der Eurozone als auch aus den USA umfassen und mit Spannung erwartet werden.

