Euro setzt Höhenflug fort: Rally an den Devisenmärkten
Der Euro konnte zu Beginn der neuen Woche weiter zulegen und knüpfte an die positive Entwicklung der letzten Tage an. Mit einem Kurs von 1,1778 US-Dollar erreichte die europäische Gemeinschaftswährung ihren höchsten Stand seit September 2021. Die Europäische Zentralbank hatte zuvor einen niedrigeren Referenzkurs von 1,1720 Dollar festgelegt, was den Dollar auf 0,8532 Euro fallen ließ.
Haupttreiber dieser Entwicklung ist die anhaltende Schwäche des US-Dollars, befeuert durch Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung der Federal Reserve. Der Druck von US-Präsident Donald Trump auf Notenbankchef Jerome Powell verstärkt diese Erwartungen. Trump äußerte am Wochenende erneut seinen Unmut über die aktuelle Geldpolitik und signalisierte den Wunsch nach einem vorzeitigen Rücktritt Powells vor dessen regulärem Amtsende im Mai 2026.
Parallel dazu rückten die europäischen Inflationszahlen in den Fokus. Vor der Veröffentlichung der Daten am Dienstag zeichnet sich in Deutschland mit einer Inflationsrate von 2 Prozent der niedrigste Wert seit über sechs Monaten ab. Ursächlich hierfür sind sinkende Energiepreise und eine verlangsamte Teuerung bei Lebensmitteln. In Italien verharrte die Inflationsrate entgegen den Erwartungen stabil, womit die Europäische Zentralbank ihrem mittelfristigen Ziel einer Inflationsrate von 2 Prozent im gesamten Währungsraum näher rückt. Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater kommentierte erleichtert: 'Die Zinsen sind gefallen, die akute Inflationsbedrohung ist vorbei.'

