Euro-Schwäche auch am Mittwoch sichtbar: Markt in abwartender Haltung

Der Euro hat am Mittwoch leicht an Wert verloren und notierte zuletzt bei 1,1802 US-Dollar. Schon am Tag zuvor bewegte sich die europäische Gemeinschaftswährung in der Nähe der 1,18-Dollar-Marke. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs bei 1,1820 Dollar fest, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorwert entspricht. Für einen Dollar mussten damit umgerechnet 0,8460 Euro bezahlt werden.
Die Inflationsrate in der Eurozone ist im Januar auf 1,7 Prozent gesunken, nachdem sie im Dezember noch bei 2,0 Prozent lag. Diese Entwicklung überraschte die Märkte nicht, da sie bereits erwartet worden war. Das Inflationsziel der EZB liegt weiterhin mittelfristig bei zwei Prozent, und es gibt aktuell keine Anzeichen dafür, dass die Zentralbank ihre Leitzinsen ändern wird.
Doch wachsen Zweifel unter Analysten, ob die EZB ihren Kurs tatsächlich im restlichen Jahresverlauf beibehalten wird. Der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, erwartet, dass sich die Diskussion über eine mögliche Zinssenkung der EZB intensivieren könnte. Neben der gesunkenen Inflationsrate könnte auch die stärkere Euro-Notierung zu Überlegungen bei EZB-Präsidentin Christine Lagarde führen. Gitzel vermutet, dass sie die Möglichkeit einer Zinssenkung nicht ausschließen wird.
Vor kurzem erreichte der Euro zeitweise einen Wert von über 1,20 Dollar, fiel jedoch nach der Nominierung von Kevin Warsh zum Präsidenten der US-Notenbank leicht zurück. Die EZB setzte zudem neue Referenzkurse für andere wichtige Währungen fest, darunter 0,86160 britische Pfund, 185,15 japanische Yen und 0,9168 Schweizer Franken.
Die Feinunze Gold wurde zuletzt für 4.919 Dollar gehandelt, was einem Rückgang von etwa 27 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.

