Euro rutscht auf tiefsten Stand seit November – Trump-Äußerungen belasten Devisenmarkt
Der Euro konnte sich im US-Handel am Freitag nur knapp unter der Marke von 1,16 US-Dollar behaupten. Zuvor hatte die Gemeinschaftswährung im europäischen Handelsverlauf, ausgelöst durch Aussagen von US-Präsident Donald Trump, einen Rückgang auf 1,1585 Dollar verzeichnet und damit den tiefsten Punkt seit Ende November erreicht. Am Ende notierte der Euro bei 1,1595 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1617 Dollar fest, etwas niedriger als am Vortag, als dieser bei 1,1624 Dollar gelegen hatte. Ein Dollar war damit 0,8608 Euro wert, leicht teurer als am Donnerstag mit 0,8602 Euro.
Am Markt herrschte Ungewissheit, befeuert durch Trumps zurückhaltende Äußerungen zur potenziellen Ernennung seines Wirtschaftsberaters Kevin Hassett als möglicher Nachfolger des amtierenden Notenbankchefs Jerome Powell. Hassett ist eine umstrittene Figur, da er eine lockere Geldpolitik befürwortet, die mit einem potenziellen Inflationsrisiko einhergehen könnte. Trotz starker US-Konjunkturdaten, wie der steigenden Industrieproduktion Ende letzten Jahres, blieb deren Einfluss auf den Devisenmarkt minimal.

