Euro-Kurs unter leichtem Druck, während US-Inflation abkühlt

Der Euro musste leichte Kursverluste hinnehmen und notierte zuletzt bei 1,1724 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) veranschlagte den Referenzkurs auf 1,1719 Dollar. Im Gegenzug kostete ein Dollar 0,8533 Euro. Ursächlich für diese Entwicklungen sind die jüngsten US-Inflationsdaten, die einen unerwarteten Rückgang im November aufzeigen. Diese überraschten Analysten, da der Bericht zeigt, dass die Teuerungsrate trotz einer Abkühlung weiterhin über dem Zielwert der Fed liegt. Der anhaltende Regierungsstillstand in den USA verschärft jedoch die Unsicherheiten, da umfassende Daten fehlen.
Die EZB hielt an ihrer Politik der stabilen Leitzinsen fest, ohne künftige Zinsanpassungen in Aussicht zu stellen. Notenbankchefin Christine Lagarde und Dekabank-Chefökonom Ulrich Kater zeigten sich zufrieden mit der derzeitigen Position, da die Inflation unter Kontrolle und die Leitzinsen stabil blieben. Kater merkte an, dass sich die bekannten Argumente für Zinsänderungen derzeit die Waage halten und somit eine ruhige Phase für das kommende Jahr wahrscheinlich ist.
Das britische Pfund konnte im Vergleich zu allen wichtigen Währungen Boden gutmachen, nachdem die Bank of England den Leitzins gesenkt hatte. Die Entscheidung fiel jedoch überraschend knapp aus, da vier Mitglieder des neunköpfigen Gremiums für gleichbleibende Zinssätze stimmten. Die EZB fixierte zudem neue Referenzkurse für andere Währungen: Ein Euro entsprach 0,87460 britische Pfund, 182,55 japanische Yen und 0,9316 Schweizer Franken. Der Goldpreis, gemessen an der Feinunze, sank um 4 Dollar und kostete nun 4.334 Dollar.

