Euro in Lauerstellung: Warten auf US-Konjunkturdaten und Fed-Konflikt
Der Wechselkurs des Euro zeigt sich am Dienstagmorgen weitgehend stabil, während Investoren gespannt auf die anstehenden US-Konjunkturdaten blicken. Zum Start des Handelstags notierte der Euro bei 1,1663 US-Dollar, vergleichbar mit den Kursen vom Vorabend. Die Märkte sind auf die Veröffentlichung der Verbraucherpreiszahlen in den USA fokussiert, die für den Nachmittag erwartet wird.
Ein Kommentar der Landesbank Hessen-Thüringen unterstreicht, dass diese Zahlen im Lichte des fortdauernden Drucks der US-Regierung auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve (Fed) besonders kritisch betrachtet werden. Zuletzt war die Spannung zwischen Politik und Notenbank eskaliert: Jerome Powell, der Chef der Fed, sieht sich mit Anklagedrohungen seitens des US-Justizministeriums konfrontiert. Er wies dies als einen Eingriff in die souveräne Arbeit der Federal Reserve zurück.
Laut Michael Pfister, Devisenexperte bei der Commerzbank, wird die weitere Kursentwicklung maßgeblich davon abhängen, ob die Finanzmärkte trotz der politischen Spannungen weiterhin von geldpolitischen Schritten zur Inflationskontrolle ausgehen. Aktuell liegt die US-Inflation über dem Ziel der Fed von zwei Prozent, mit Markterwartungen von 2,7 Prozent für den Dezember.

