Euro findet Stabilität nach Druckwelle auf Devisenmärkten

Der Euro hat sich bei 1,18 US-Dollar stabilisiert, nachdem er zu Wochenbeginn deutlichen Druck erlebte. Konkret erreichte der Kurs am Dienstagnachmittag 1,1808 US-Dollar, während die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,1801 festlegte. Der Dollar kostete wiederum 0,8473 Euro und verhielt sich somit etwas stärker als zuvor. Der Grund für die jüngste Schwäche des Euro liegt in einer überraschend niedrigen Inflationsrate in Frankreich, die im Januar von 0,7 auf 0,4 Prozent fiel. Diese Entwicklung liegt unter den Erwartungen der Volkswirte, die eine Reduzierung auf 0,6 Prozent prognostizierten. Dies steht im Kontrast zu den Inflationstrends in anderen europäischen Ländern.
Mit einer angestrebten Inflationsrate von zwei Prozent für den gesamten Euroraum wird erwartet, dass die EZB die Leitzinsen vorerst konstant hält. Seit der Ernennung von Kevin Warsh als möglichen Nachfolger für den Präsidenten der US-Notenbank Fed hat der Dollar an Stärke gewonnen, während der Euro an Boden verlor. Diese Entscheidung von US-Präsident Donald Trump verursacht Unsicherheit über eine mögliche Lockerung der US-Geldpolitik. Warsh, einst als Befürworter höherer Zinsen bekannt, hat sich nun für Senkungen ausgesprochen, was die Marktteilnehmer verwirrt hinterlässt. Laut Michael Pfister von der Commerzbank haben sich die grundlegenden Bedingungen am Devisenmarkt nicht wesentlich geändert. Er beschreibt die jüngste Korrekturbewegung als stimmungsbasiert. Die Marktteilnehmer scheinen unentschlossen, wie sie die Nominierung Warshs interpretieren sollen.
Neben diesen Entwicklungen legte die EZB die Referenzkurse des Euro zu anderen Währungen wie dem britischen Pfund, dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken fest. Der Goldpreis verzeichnete einen Anstieg und erreichte 4.923 Dollar pro Feinunze.

