Euro erstarkt vor US-Zollankündigungen – Spannung im Devisenmarkt steigt
Der Euro hat zur Wochenmitte vor den erwarteten Zollentscheidungen der USA an Wert gewonnen. Am Nachmittag konnte die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar mit 1,0823 notieren, nachdem sie am Vormittag noch unter der Marke von 1,08 gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) verzeichnete den Referenzkurs mit 1,0803 Dollar, gegenüber 1,0788 am Vortag. Ein Dollar hatte demnach einen Gegenwert von 0,9256 Euro, was einer leichten Abnahme im Vergleich zu 0,9269 Euro entspricht.
Die bevorstehende Ankündigung von Zöllen durch US-Präsident Donald Trump sorgt derzeit für erhebliche Spannung am Devisenmarkt. Insbesondere Trumps Ausführungen zu potenziellen wechselseitigen Zöllen werfen Fragen auf, wie diese in der Zukunft gestaltet werden und welchen zeitlichen Rahmen sie umfassen könnten. Die Analyse der Dekabank hebt hervor, dass die begleitende Rhetorik entscheidend sein wird, um die Chancen auf zukünftige Handelsabkommen zu bewerten, auch wenn Zweifel bestehen, ob die Ankündigungen tatsächlich neue Klarheit bringen.
US-Wirtschaftsdaten, die besser ausfielen als erwartet, zeigten wenig Einfluss auf die Märkte. Die US-Privatwirtschaft verbuchte im März laut ADP mehr neu geschaffene Arbeitsplätze als prognostiziert. Zudem erlebte die US-Industrie im Februar einen stärkeren Anstieg der Auftragseingänge als zuvor erwartet. Der umfassendere Arbeitsmarktbericht der US-Regierung wird am Freitag erwartet.
Zu weiteren führenden Währungen setzte die EZB den Euro-Referenzkurs auf 0,83455 britische Pfund, 161,22 japanische Yen und 0,9543 Schweizer Franken fest. Der Goldpreis verzeichnete in London einen leichten Anstieg, wobei die Feinunze nachmittags mit 3.125 Dollar gehandelt wurde, was einem Zuwachs von etwa 11 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.

