Euro bleibt stabil: Kein Auftrieb trotz positiver Wirtschaftsdaten
Der Euro zeigte am Montag wenig Bewegung und notierte am Nachmittag bei 1,0832 US-Dollar, was dem Stand vom Morgen entsprach. Am Freitag hatte die europäische Gemeinschaftswährung noch ihren höchsten Wert seit November mit 1,0889 US-Dollar erreicht. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0845 Dollar fest, während man am Freitag 1,0857 US-Dollar pro Euro notierte. Der Dollar kostete damit 0,9220 Euro, verglichen mit 0,9210 Euro am vorherigen Handelstag.
Die wirtschaftlichen Aussichten in Deutschland trugen in der vergangenen Woche zur Stabilität des Euros bei, da Union und SPD milliardenschwere Finanzpakete für Infrastruktur und Verteidigung vereinbarten. Diese positiven Signale wurden jedoch am Montag durch Bedenken getrübt, da die Grünen den Paketen skeptisch gegenüberstehen, obwohl sie für Verhandlungen offen sind.
Positiv überraschende Produktionsdaten aus der deutschen Industrie brachten keinen zusätzlichen Schwung für den Euro. Im Januar zeigte sich ein unerwarteter Anstieg in der Produktion des verarbeitenden Gewerbes. Doch wie Carsten Brzeski von der ING Bank bemerkt, ist es verfrüht, von einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung zu sprechen, auch wenn Anzeichen für ein Erreichen des Tiefpunkts bestehen.
Trotz der milliardenschweren Investitionsankündigungen in Deutschland verbesserten sich die Konjunkturerwartungen für die Eurozone im März laut Sentix erheblich und erreichten den höchsten Stand seit Juni. Die EZB legte weitere Referenzkurse fest, die für einen Euro bei 0,83849 britischen Pfund, 159,39 japanischen Yen und 0,9512 Schweizer Franken lagen. Der Goldpreis notierte in London am Nachmittag bei 2.904 Dollar pro Feinunze, was einen minimalen Rückgang gegenüber Freitag darstellte.

