Euro auf Höhenflug nach Trumps Zollankündigung
Nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ein weitumfassendes Zollpaket zu schnüren, zeigt sich der Euro in bestechender Form. Im frühen Handel am Donnerstag legte die europäische Gemeinschaftswährung weiter zu und kletterte auf bis zu 1,0952 Dollar. Damit rückt der Euro in greifbare Nähe zu seinem Jahreshoch, das im März bei 1,0955 Dollar verzeichnet worden war. Vor Trumps Pressekonferenz, in der er Mittwochabend um 22 Uhr die neuen Handelsmaßnahmen erläuterte, lag der Kurs noch bei 1,0850 Dollar.
Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich der Euro von den Verschiebungen in der US-Wirtschaftspolitik profitieren können. Noch Anfang Februar bewegte sich die Währung lediglich bei etwas mehr als 1,01 Dollar – ein starker Aufschwung, den der Euro seither verzeichnet hat.
Trump setzt im globalen Handelsgeflecht neue Akzente und erklärt zahlreichen Ländern den Zollkrieg. Die neu eingeführten pauschalen Zölle von zehn Prozent betreffen alle Importwaren, doch insbesondere Staaten wie Deutschland und die restlichen Europäischen Union trifft es härter. Hier sollen für Einfuhren in die USA Strafzölle von 20 Prozent zur Anwendung kommen. Die weltwirtschaftlichen Auswirkungen dieser Maßnahmen bleiben mit Spannung abzuwarten.

