Euro auf der Achterbahn: Jahresabschluss mit gemischten Signalen

Der Euro musste zur Wochenmitte gegenüber dem US-Dollar einen leichten Rückschlag hinnehmen. Zuletzt wurde die europäische Einheitswährung im New Yorker Handel mit einem Kurs von 1,1746 US-Dollar gehandelt. Im Tagesverlauf hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,1750 US-Dollar festgesetzt, was einem marginalen Rückgang im Vergleich zum Vortag entspricht.
Der letzte Handelstag des Jahres erwies sich als ereignisarm, da sowohl in Europa als auch den USA wesentliche Impulse fehlten. Einzig die aktuellen Zahlen zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe sorgten für eine kleine Überraschung: Diese gingen unerwartet um 16.000 auf 199.000 zurück, während Ökonomen einen Anstieg erwartet hatten. Europäische Börsen blieben hingegen ohne neue Konjunkturdaten, was zur ruhigen Marktstimmung beitrug.
Viele Investoren haben sich bereits frühzeitig aus dem aktiven Handel verabschiedet, was in den traditionell ruhigen Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr kein ungewöhnliches Bild ist. In mehreren europäischen Ländern endete der Börsenhandel bereits am Dienstag. Positiv bleibt dennoch, dass der Euro seit Jahresbeginn gegenüber dem Dollar an Wert gewonnen hat, da im Januar noch ein Kurs von nur 1,04 Dollar verzeichnet wurde.
Der politische Druck, insbesondere vonseiten des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, auf die Federal Reserve zur Zinssenkung trug zu dieser Entwicklung bei. Für das kommende Jahr werden weitere Zinssenkungen in den USA gemutmaßt, während die Europäische Zentralbank keine zusätzlichen Schritte in diese Richtung geplant hat. Dies könnte weiterhin als unterstützender Faktor für den Euro wirken.

