EU und Indien: Freihandelszone der Superlative im Fokus
Ein epochales Handelsabkommen zwischen der EU und Indien scheint in greifbarer Nähe, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beim Weltwirtschaftsforum in Davos verkündete. Während noch einige Herausforderungen zu bewältigen sind, steht dieser Pakt kurz vor dem Abschluss und könnte zu einem bedeutenden Markt mit zwei Milliarden Menschen führen, der nahezu ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung repräsentiert. Manche sprechen mit Ehrfurcht von der 'Mutter aller Deals'. Laut der Deutschen Presse-Agentur könnte die offizielle Ankündigung bereits beim bevorstehenden EU-Indien-Gipfel in Neu-Delhi erfolgen. Von der Leyen und EU-Ratspräsident Antonio Costa stehen bereits in den Startlöchern für ihre Reise nach Indien.
Dieses Abkommen könnte Europa Zugang zu einem der dynamischsten Wachstumszentren der Gegenwart verschaffen und damit bedeutende wirtschaftliche Vorteile sichern. Von der Leyen betonte, dass die EU sich für fairen Handel und Partnerschaft anstelle von Zöllen und Isolation einsetzt. Dies steht im Kontrast zur früheren Zollpolitik der USA unter Donald Trump. Nach der jüngsten Einigung mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay ist die EU nun bestrebt, ihre Handelsbeziehungen weiter auszubauen.
Dabei verfolgt sie ehrgeizige Pläne für neue Handelsabkommen, unter anderem mit Australien, und es gibt Fortschritte in Gesprächen mit den Philippinen, Thailand, Malaysia und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

