EU stärkt Moldau mit Millionenhilfe für Energiesicherheit
Die europäische Gemeinschaft intensiviert ihre Bemühungen, die Energiesouveränität Moldaus in Richtung Unabhängigkeit von russischen Lieferungen zu stärken. Mit einer umfangreichen finanziellen Unterstützung in Höhe von 250 Millionen Euro soll das osteuropäische Land auf verlässliche, europäische Energiemärkte ausgerichtet werden. Es geht dabei nicht nur um geopolitische Stabilität, sondern auch um unmittelbare Entlastung der Bewohner, die mit drastisch steigenden Energiepreisen konfrontiert sind.
Bereits bis Mitte April sollen 100 Millionen Euro bereitstehen, um die Belastung durch Energierechnungen zu mindern und damit die Existenz vieler Menschen zu sichern. Spezifische Unterstützung wird auch der Region Transnistrien zukommen, für die 60 Millionen Euro unter der Bedingung zugesichert sind, dass dort grundlegende Freiheits- und Menschenrechte durchgesetzt werden.
Der Konflikt mit dem russischen Energieriesen Gazprom, der Moldau zum Jahresende einen Lieferstopp auferlegte, verdeutlicht die Dringlichkeit der Maßnahmen. Gazprom begründet diesen mit angeblichen Schulden in Höhe von 709 Millionen US-Dollar, eine Summe, die die Regierung Moldaus mit deutlich geringeren neun Millionen US-Dollar beziffert. Diese Spannungen trafen insbesondere das international nicht anerkannte Gebiet Transnistrien hart, wo viele Haushalte zum Jahreswechsel von Energieabschaltungen betroffen waren.
Das strategische Ziel der EU ist langfristig, Moldau nicht nur kurzfristig zu stabilisieren, sondern das Land durch Reformen und Investitionen fit für die Energiewende zu machen und es so unabhängig von russischen Energiequellen werden zu lassen.

