EU-Staaten pumpen frischen Wind in die Klimasegel
Die Europäische Union hat sich in Vorbereitung auf die bevorstehende Weltklimakonferenz mit einer klaren Botschaft aufgestellt: Mehr globaler Ehrgeiz im Klimaschutz ist unerlässlich. Bei einem kürzlichen Treffen der Umweltminister in Luxemburg haben die EU-Länder ihre Schlussfolgerungen festgelegt, um die Gemeinschaft auf der Konferenz zu repräsentieren. Diese rufen zu einer beschleunigten Energiewende und einer verbesserten finanziellen Unterstützung für ärmere Länder auf.
Ein zentraler Punkt der Diskussion ist der Appell der EU, dass auch andere Staaten ihre national festgelegten Klimabeiträge (NDC) vorlegen sollen, die mit dem 1,5-Grad-Ziel übereinstimmen. Dieses Ziel, das 2015 auf der Pariser Klimakonferenz vereinbart wurde, hat zum Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Dennoch muss die EU selbst noch Nägel mit Köpfen machen: Obwohl sie ehrgeizige Ziele formuliert hat, fehlt ein formeller Beitrag bisher.
Die Hoffnung auf konkrete Fortschritte liegt nun auf kommenden Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs und einer weiteren Sitzung der Umweltminister Anfang November. Ziel ist es, bis 2035 substantielle Emissionsminderungen zu erzielen und damit ein formelles NDC festzulegen.
Im November rückt die Weltklimakonferenz COP30 in Belém, Brasilien, ins Rampenlicht. Dort steht die Implementierung des Pariser Klimaabkommens ebenso im Fokus wie die Bewertung der überarbeiteten Klimapläne. Die EU und ihre Mitgliedstaaten wollen dort mit einer geeinten Stimme auftreten.

