EU-Politspitzen bleiben X treu, trotz wachsender Bedenken
Trotz anhaltender Kritik an der Social-Media-Plattform X, setzen hochrangige EU-Vertreter weiterhin auf ihre Präsenz dort, statt auf die europäischen Alternativen. So bleibt etwa EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen der Plattform treu, während Verbindungen zur deutschen Konkurrenzplattform Mastodon bislang ausbleiben. Die für digitale Unabhängigkeit zuständige Vizepräsidentin Henna Virkkunen legte kürzlich einen offiziellen Account auf Mastodon an.
Dieser Schritt sei Teil einer strategischen Diversifizierung zur Förderung europäischer Unternehmen, wie die Kommission der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Bereits existierende Konten der Brüsseler Behörde deuten auf ein institutionelles Interesse hin, einzelne Mitglieder fern davon. Trotz allem zieht es die Mehrheit der europäischen Spitzenvertreter auf X.
Zwar wurde die Plattform jüngst stark kritisiert, da Nutzer über den KI-Chatbot Grok Inhalte mit sexualisierenden Darstellungen versehen können. Doch die EU-Kommission verteidigt die fortwährende Aktivität ihrer Repräsentanten mit der enormen Reichweite von X. Während Mastodon mit 750.000 Nutzern monatlich aufwartet, zieht X weltweit rund 100 Millionen an.
Indonesien und Malaysia reagierten bereits erste mit Sperrmaßnahmen gegen den kontroversen Chatbot. Auch die EU und Großbritannien ermitteln und untersuchen mögliche Sanktionen gegen X. Derweil bleibt das Interesse der EU-Politspitzen an der breiteren Zielgruppenreichweite auf X ungebrochen.

