EU plant Drohnenwall: Konkrete Schritte zur Sicherung der Ostflanke
Beim jüngsten informellen EU-Gipfel in Kopenhagen haben sich die Mitgliedsstaaten grundsätzlich auf den Aufbau eines Drohnenwalls zur Absicherung der östlichen Grenzen geeinigt. Ratspräsident António Costa betonte, dass die EU-Kommission bereits in zwei Wochen einen detaillierten Plan für die Umsetzung bis 2030 präsentieren werde. Die endgültigen Entscheidungen sollen beim nächsten Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel in drei Wochen fallen.
Seit einigen Monaten wird intensiv an einer effektiveren Drohnenabwehr gearbeitet, ein Thema, das durch das unbefugte Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum zusätzlichen Auftrieb erhalten hat. Auch in Dänemark sorgten bisher unbekannte Drohnen für Aufsehen, als diese kürzlich Flughäfen über Stunden hinweg lahmlegten und die Notwendigkeit einer gestärkten Verteidigung unterstrichen.
Der Ausbau der Verteidigungskapazitäten geht auf einen Beschluss vom März zurück, bei dem sich die EU-Staats- und Regierungschefs darauf verständigten, die Verteidigungsfähigkeit Europas in den kommenden fünf Jahren signifikant zu verbessern. Zur finanziellen Realisierbarkeit sollen Verteidigungsausgaben von den EU-Verschuldungsregeln ausgenommen werden, wovon auch Deutschland profitieren will. Zudem sollen durch die Vergabe günstiger EU-Rüstungsdarlehen in Höhe von 150 Milliarden Euro wichtige Impulse gesetzt werden.

