EU-Mercosur-Abkommen: Dringlicher Appell zu entschlossenem Handeln
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) fordert die Bundesregierung mit Nachdruck auf, sich energisch für das EU-Mercosur-Abkommen zu engagieren. Mit den Worten von Volker Treier, dem Leiter der Außenwirtschaft der DIHK, darf die EU die Gelegenheit nicht verpassen, sich stärker mit den wesentlich bedeutenden Handels- und Rohstoffpartnern in Südamerika zu verbinden und bestehende Handelsbarrieren abzubauen.
Die französische Regierung hingegen hat erneut Verbesserungen und eine Verschiebung des Abkommens gefordert. Treier unterstreicht die Notwendigkeit, dass die Bundesregierung sich klar für die Ratifizierung stark macht. Durch die Zollsenkungen und Marktöffnung des Abkommens werden bedeutende wirtschaftliche Chancen eröffnet.
Nach über 25 Jahren intensiver Verhandlungen erwarten die deutschen Unternehmen, dass sowohl der Europäische Rat als auch das Europäische Parlament das Abkommen mit den Mercosur-Staaten endlich vollenden. Dieses Abkommen zielt darauf ab, den Handel zwischen der EU und den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay zu beleben. Mit mehr als 700 Millionen Einwohnern würde diese Freihandelszone, laut EU-Kommission, zur weltweit größten ihrer Art zählen.
Ursprünglich war geplant, die Unterzeichnung des Abkommens bereits vor dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag zu beschließen. Doch bleibt unklar, ob die erforderliche Zustimmung erreicht wird. Zudem war vorgesehen, das Abkommen am Wochenende im Rahmen eines Mercosur-Gipfels in Brasilien formell zu unterzeichnen.

