EU kritisiert Trumps Zollpolitik scharf – Gegenzölle in Aussicht
In einer scharf formulierten Reaktion hat die Europäische Union die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte von 25 auf 50 Prozent zu erhöhen, scharf kritisiert. Ein Sprecher der EU-Kommission, die für die Handelspolitik zuständig ist, bemängelte aus Brüssel, dass diese Maßnahme die anhaltenden Verhandlungsbemühungen im Handelskonflikt untergrabe. Zudem bestünde die Gefahr, dass die neue Zollpolitik der USA zu zusätzlicher Unsicherheit für die globale Wirtschaft führt und die Kosten für Verbraucher und Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks in die Höhe treibt.
Die EU signalisiert deutliche Bereitschaft zu einem baldigen Gegenangriff. Die Möglichkeit von Gegenmaßnahmen wird konkret in den Raum gestellt, eventuell sogar früher als dem 14. Juli. An diesem Datum sollen grundsätzlich Gegenzölle der EU in Kraft treten, die als Antwort auf frühere Zollvorkehrungen von Trump bereits vorbereitet wurden. Ursprünglich plante die EU, diese Maßnahmen am 14. April umzusetzen, hatte sie jedoch ausgesetzt, nachdem Trump eine 90-tägige Pause von bestimmten Zöllen eingeräumt hatte. Dieses Intervall sollte ursprünglich für konstruktive Verhandlungen genutzt werden, jedoch ist die EU fest entschlossen, entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, sollte der Dialog scheitern.

