EU-Innenminister beraten über Rückführungszentren außerhalb Europas
Der deutsche Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat einen Vorschlag diskutiert, der eine neue Herangehensweise im Umgang mit abgelehnten Asylbewerbern in Europa vorsehen könnte. Im Vorfeld eines Treffens der EU-Innenminister in Kopenhagen sprach Dobrindt die Möglichkeit an, Rückführungszentren außerhalb Europas zu etablieren. Er betonte, dass es generell Potenziale gäbe, solche Einrichtungen gemeinsam mit Partnerstaaten außerhalb des europäischen Kontinents zu realisieren. Dies sei ein Ziel, das er formalisieren möchte.
Interessanterweise hält Dobrindt sowohl einen gesamteuropäischen Ansatz als auch die Zusammenarbeit einer kleineren Staatengruppe für vorstellbar. Dabei schloss er nicht aus, dass sich auch Deutschland an solch einem multilateralen Projekt beteiligen könnte. Bei den Beratungen in Kopenhagen sollen neben der Rückführung abgelehnter Asylbewerber auch Themen wie irreguläre Migration, organisierte Kriminalität und Drogenhandel erörtert werden.
Darüber hinaus planen die Minister, darüber zu debattieren, wie die EU ihre Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten erhöhen kann und welche neuen Strategien zur Begrenzung der irregulären Migration umgesetzt werden könnten.

