EU huldigt Brasiliens Engagement beim Mercosur-Abkommen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die bedeutende Rolle Brasiliens im Rahmen des lang ersehnten Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur in den höchsten Tönen gelobt. Sie bezeichnet das Abkommen als „einen generationenübergreifenden Erfolg“, an dessen Umsetzung zahlreiche Verhandlungsführer gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs mehr als 25 Jahre arbeiteten. In einer Erklärung in Rio de Janeiro hob von der Leyen Brasiliens Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva besonders hervor.
Die EU und der Mercosur schaffen gemeinsam einen Markt, der durch neue Arbeitsplätze den Wirtschaftsraum positiv beeinflussen soll, so von der Leyen weiter. Dabei betonte sie Lulas beeindruckende politische Führung und dessen Leidenschaft, die in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich sichtbar geworden seien.
Während die offizielle Vertragsunterzeichnung in Asunción, Paraguay, stattfinden wird, hat sich Lula entschieden, nicht persönlich anwesend zu sein. Er lässt sich durch Außenminister Mauro Vieira repräsentieren. Diese Entscheidung spiegelt die Priorität der brasilianischen Regierung wider, die politische Bekanntgabe des Abkommens auf heimischem Boden zu betonen und damit Brasiliens zentrale Rolle im Verhandlungsprozess zu unterstreichen.
Das Abkommen wird eine der größten Freihandelszonen weltweit etablieren, mit über 700 Millionen Einwohnern und einem gemeinsamen Wirtschaftsvolumen von etwa 22 Billionen US-Dollar. Es zielt darauf ab, Handelsbarrieren und Zölle abzubauen, den Austausch von Waren und Dienstleistungen anzukurbeln und stellt damit zugleich ein deutliches Zeichen gegen die protektionistischen Tendenzen der USA unter der Regierung von Donald Trump dar.

