EU-Gipfel: Verteidigungspläne und Milliardenhilfen für die Ukraine im Fokus
Die Staats- und Regierungschefs der EU treffen sich in Kopenhagen, um angesichts der jüngsten Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets und Kamikaze-Drohnen ihre Verteidigungsstrategien zu diskutieren. Hauptschwerpunkt des Treffens ist die Stärkung gemeinsamer militärischer Kapazitäten, insbesondere durch neue EU-Projekte. Ein geplanter Drohnenabwehrschirm soll modernste Technologie nutzen, um unbemannte Flugkörper effizient zu erkennen, zu verfolgen und abzufangen.
Bundeskanzler Friedrich Merz und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben als innovative Finanzierungsquelle die eingefrorenen russischen Zentralbankgelder ins Gespräch gebracht. Ziel ist es, der Ukraine Darlehen in Höhe von insgesamt rund 140 Milliarden Euro zu gewähren, um ihre wirtschaftliche Stabilität zu sichern. Ein weiterer gewichtiger Tagesordnungspunkt ist die fortdauernde Unterstützung der Ukraine.
Auch außenpolitische Themen wie die humanitäre Lage im Gazastreifen finden Beachtung. Länder wie Spanien und Irland drängen auf Sanktionen gegen Israel, jedoch sind derzeit keine konkreten Entscheidungen zu erwarten. Fortschritte könnten beim nächsten formellen EU-Gipfel in Brüssel erzielt werden.
Dänemark steht unterdessen vor der Herausforderung, den Gipfel störungsfrei zu organisieren, nachdem zuletzt immer wieder Drohnenalarm ausgelöst wurde. Auch die Bundeswehr ist in die Sicherheitsmaßnahmen eingebunden. Die Fregatte 'Hamburg', ausgestattet zur Luftverteidigung und fähig, über 1.000 Ziele simultan zu überwachen, wurde nach Kopenhagen entsandt, um den Gipfel zu schützen.

