Eterna erneut in Turbulenzen: Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet

Der traditionsreiche Hemden- und Blusenhersteller Eterna sieht sich abermals mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Passau den Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt, wie ein Gerichtssprecher bestätigte. Diese Entwicklung folgt Berichten von "Business Insider" und "Textilwirtschaft".
Eterna, seit seiner Gründung im Jahr 1863 bekannt für seine elegante Büro- und Vorstandsgarderobe, beschäftigt am Passauer Hauptsitz über 400 Mitarbeiter. Trotz der Herausforderungen bleibt das Interesse an dem Unternehmen ungebrochen: Über 20 Investoren haben bereits Anfragen gestellt, berichtete der Insolvenzexperte Georg Bernsau von der Kanzlei K&L Gates LLP, der die Geschäftsführung in der Sanierung unterstützt.
Der Insolvenzantrag wurde durch Konflikte über den Verkauf sowie die Rückmietung der Unternehmenszentrale in Passau ausgelöst. Diese Transaktionen sollen nun im Rahmen des Insolvenzverfahrens umgesetzt werden. Zusätzlich ist geplant, die Logistik auszugliedern, um die Fortführung des Traditionsunternehmens zu sichern. Bereits 2021 hatte Eterna ein Sanierungsverfahren durchlaufen, ermöglicht durch das Unternehmensstabilisierungsgesetz.
Die Brüder Hönigsberg gründeten das Unternehmen ursprünglich in Wien, und seit 1927 hat Eterna seinen Hauptsitz in Passau. Trotz der unruhigen Zeiten weist das Unternehmen stolz auf seine Errungenschaft der bügelfreien Baumwollhemden in den 1980er Jahren hin, während der Einzelhandel im Modebereich allgemein mit Herausforderungen konfrontiert ist.

