Eskalation im Ukraine-Konflikt: Stromausfälle und Beschädigungen durch heftige Angriffe
Russland intensiviert seine Angriffe auf die kritische Infrastruktur der Ukraine und sorgt für erneute Stromausfälle. In der Region Tschernihiw meldete der regionale Energieversorger Tschernihiwoblenergo, dass rund 4.500 Haushalte im Dunkeln stehen. Besonders betroffen ist ein Wärmekraftwerk des Unternehmers DTEK, bei dessen Beschuss zwei Mitarbeiter verletzt wurden. Es ist ein weiteres Glied in der Kette von über 200 Angriffen auf DTEK-Anlagen seit Beginn des Konflikts im Jahr 2022.
Der Angriffskrieg zeigt auch Auswirkungen auf den Schienenverkehr: Nach einem Angriff auf einen Güterzug blieben Züge rund um die Stadt Nischyn stehen.
Tragische Nachrichten kommen zudem aus dem Süden der Ukraine. In Cherson fielen zwei Menschen den Angriffen zum Opfer, berichtet der regionale Gouverneur Olexander Prokudin. Eine weitere Person wurde schwer verletzt. In der Region Sumy trafen Drohnen ein Wohnhaus und verletzten eine Großmutter, ihre Tochter und die vierjährige Enkelin schwer, deren Zustand als kritisch beschrieben wird.
Im Gebiet Dnipropetrowsk versursachten Drohnen und Raketenwerfer Verletzungen und beschädigten etliche Gebäude, darunter Wohnhäuser und eine Gasleitung. Gouverneur Serhij Lyssak meldete insgesamt fünf Verwundete und massive Sachschäden.
Auch Unternehmen bleiben nicht verschont. Der Humus-Hersteller Yofi berichtet von einem Raketenangriff auf sein Werk, der die Produktion lahmgelegt hat. Glücklicherweise blieben hier alle unverletzt.
Mitten in diesem Krisenszenario verteidigt sich die Ukraine tapfer und konnte laut Angaben der ukrainischen Luftwaffe 154 der 183 eingesetzten Kampfdrohnen erfolgreich abwehren.

